Atem-Erlebnisse in Bad Salzuflen

aus Bad Salzuflen (Teutoburger Wald)

eingestellt am 22.06.2011 von Renate Tegtmeyer


Faszination und Wirkung - das Bad Salzufler ErlebnisGradierwerk. Wir atmen rund 23.000 Mal pro Tag, und doch merken wir es kaum. Unser Atem ist uns selbstverständlich. Er gerät erst dann ins Blickfeld, wenn Bronchien oder Lungen nicht richtig funktionieren. Atem steht für Leben, durch alle Epochen, Kulturen und Religionen hindurch.

Unser Atemsystem ist kompliziert, und es ist anfällig. Abgesehen von denen, die unter Asthma oder chronischer Bronchitis leiden, erleben das auch gesunde Menschen. Pro Minute brauchen wir zwischen 7 und 90 Liter Luft, je nachdem, ob wir ruhen oder uns sehr anstrengen. Bei diesen Mengen gerät viel in unsere Atemwege, auf das wir gern verzichten würden. Dann halten wir die Luft an, oder wir halten uns die Nase zu. Ist allerdings die Luft frisch und sauber, kommen wir gern näher und nehmen einen tiefen Atemzug.

Das ist das Erfolgsrezept der Gradierwerke. Diese Bauwerke erweisen sich bei jedem Atemzug als Streicheleinheit für die Atemwege. Mit dem neuen ErlebnisGradierwerk wurde diese wohltuende und heilende Wirkung um ein Vielfaches potenziert.

Das gilt besonders für die Nebelkammer. Dieser Inhalationsraum auf einer Grundfläche von 45 Quadratmetern beherbergt rund 30 Sitzplätze. Im Nebel scheint der Raum endlos zu sein. Die gereinigte Sole wird in sechs Geräten mit Druckluft vernebelt. Düsen zerstäuben die Flüssigkeit in feinste Mikropartikel. Durch diese feinste Zerstäubung kann sich die heilsame Wirkung der Sole optimal entfalten. Die Durchblutung der Zellwände wird angeregt, Sauerstoff gelangt leichter ins Blut, der Schleim in den Atemwegen wird verflüssigt und leichter abtransportiert. Ganz tief durchatmen: Das wird hier zum Genuss. Die leise Musik und das sanfte Licht tun das ihre dazu.

Die Menschen, die die wohltuende Wirkung des neuen Gradierwerks erleben wollen, kommen so ziemlich von überall her. Seit der Eröffnung vor vier Jahren waren es rund 118.000, diejenigen nicht mitgezählt, die einen Baustellen-Sommer lang umsonst hinein durften. Die Nachfrage war so groß, das auf die geplante Winterschließung verzichtet wurde. Geschlossen ist das Gradierwerk nur noch bei Wartungsarbeiten und Temperaturen unter 10° Celsius. Den eigenen Atem hier zu erleben, ist offenbar etwas Faszinierendes, nicht nur für Kranke. Unter den Besuchern sind treue Fans genauso wie Menschen, die von fern kommen und zu Gast sind in Bad Salzuflen.

Genau ist nicht festzustellen, woher die Gäste kommen. Franzosen und Briten, Polen und Russen, Amerikaner und Menschen aus dem Nahen Osten wurden schon begrüßt. Und natürlich die Niederländer, die eine große Besuchergruppe ausmachen.

Das ErlebnisGradierwerk ist nach wie vor Anziehungspunkt für Besucher von nah und fern. Manchmal entdecken die Menschen in der Nähe zuletzt die Schätze vor der Haustür: „So viele strömen hier her, da dachte ich, ich guck mal. Jetzt komme ich jeden Tag und mache hier Atemübungen. Ich habe hier was wirklich Tolles direkt um die Ecke und hätte es beinahe verpasst!“, so Sabine M. aus Bad Salzuflen.

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