Anti-Aging-Kur in Oberstaufen im Allgäu
aus Oberstaufen (Allgäu)
eingestellt am 04.06.2011 von Andrea Presser
Die natürliche Anti-Aging-Kur mit hohem Abnehmfaktor: Es ist wieder das gleiche Leid - der Sommer kommt und man könnte sich luftiger kleiden – aber der selbstkritische Blick in den Spiegel nimmt alle Vorfreude. Eine Diät soll es richten. Doch die ist leicht mit Frust verbunden und auf den Jo-Jo-Effekt danach hat auch keiner Lust. Aber Abnehmen kann auch nachhaltig sein und Spaß machen – sogar als Kur.
Eine Schrothkur zum Beispiel wirkt durch Entgiften gegen Migräne, Rheuma, Allergien, Magen-Darm-Erkrankungen, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden, Herzkrankheiten und Kreislaufbeschwerden. Aber obendrein hat sie einen hohen Abnehmfaktor. Und: Die Schrothkur kurbelt schon nach drei oder vier Tagen die Serotonin-Produktion so deutlich an, dass Ihre Anhänger das Naturheilverfahren gerne als „Glückskur“ bezeichnen.
Die basisch vegane Schonkost der Schroth'schen Küche ist frei von Cholesterin, tierischem Eiweiß und Fett, salzarm, aber reich an Kohlehydraten – und deutlich kalorienreduziert. Man darf sie also nur unter ärztlicher Aufsicht machen. Am besten da, wo die Schrothkur zu Hause ist: in Oberstaufen im Allgäu. Deutschlands einziges Schroth-Heilbad kann auf 60 Jahre Erfahrung mit der natürlichen Anti-Aging-Kur verweisen. Schrothkur-Gäste haben hier die Wahl unter 60 zertifizierten Schrothkur-Betrieben von der Ferienwohnung bis zum Fünf-Sterne-Hotel.
Seit über 60 Jahren hat sich die Original Oberstaufener Schrothkur bewährt – und dennoch halten sich einige Irrtümer hartnäckig und führen zu eigenartigen Anfragen in Oberstaufen. Die häufigsten Irrtümer stellt Schrothkur-Expertin Dr. med. Andrea Wirrwitz-Bingger richtig:
Dorothee S. aus Hamburg möchte zum Beispiel wissen: „Welche Körner gehören zu einer Schrothkur? Und woher kommen die?“ Die Expertin klärt auf: Die Schrothkur ist gar keine Körnerkur. Sie ist benannt nach ihrem Begründer Johann Schroth und basiert auf den vier Säulen: Schroth’sche Diät, Schrothkur-Packung, Wechsel von Ruhe und Bewegung, von Trink- und Trockentagen.
„Woher kommt eigentlich der Schroth-Floh?“ Nicht aus Oberstaufen. Es gibt ihn nämlich nicht. Was juckt und aussieht wie Flohbisse kann eine leichte allergische Reaktion auf die eigenen Stoffwechsel-Abbauprodukte sein. Mit einer Calcium-Zufuhr lassen sich die „Flöhe“ leicht vertreiben.
„Warum behaupten meine Bekannten, die Schrothkur sei eine Säuferkur? Muss ich dabei wirklich Alkohol trinken?“ Bei der Kur kommt es auf den Wechsel von Tagen mit viel und mit wenig Flüssigkeitsaufnahme an. An den Trinktagen dürfen es auch ein Gläschen trockener Weißwein für Frauen und zwei für Männer sein. Das hilft der Gesundheit, regt den Stoffwechsel an und hebt die Stimmung. Die Kur funktioniert aber auch ohne den Wein.
„Stimmt es, dass die Schrothkur zu einem Eiweißmangel führt und man deshalb sein Gedächtnis verlieren kann?“ Die Merkfähigkeit kann während der fett-, Eiweiß- und salzarmen Kur tatsächlich eingeschränkt sein. Das liegt aber nicht am Eiweiß. Zwar gibt es während der Kur kein tierisches Eiweiß aber ausreichend pflanzliches. Der Stoffwechsel des Gehirns ist allerdings auf Kohlenhydratzufuhr angewiesen. Zwar ist die Schrothkur kohlenhydratbetont, aber deutlich kalorienreduziert. Das Gehirn bekommt deshalb weniger Kohlenhydrate als gewohnt. Nach der Kur ist die Merkfähigkeit schnell wieder hergestellt.
„Ist die Schroth’sche Diät nicht eigentlich eine Mangelernährung und deshalb gefährlich?“ Die Schrothkur basiert auf dem seit Jahrtausenden bewährten Prinzip des Heilfastens durch stark reduzierte Kalorienzufuhr. Die „Reizdiät“ ist als Initialzündung für eine Stoffwechsel-Umstellung zu sehen. Deshalb wird sie zeitlich begrenzt unter Aufsicht eines Schrothkur-Arztes durchgeführt. Als dauerhafte Ernährungsform wäre sie gefährlich.
„In der Sauna schwitze ich doch auch. Warum muss ich dann stundenlang in einer Packung im Bett liegen?“ Beim Saunagang reagiert der Körper als Reaktion auf die Hitze passiv mit Schwitzen. In der Schroth'schen Packung agiert er dagegen aktiv durch ein leichtes künstliches Fieber. Damit werden die Selbstheilungskräfte aktiviert. Das funktioniert aber erst nach etwa zwei Stunden in der Packung.
„Ist es richtig, dass der wichtigste Effekt bei der Schrothkur das Abnehmen ist?“ Nein, das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt durch die geringe Kalorienzufuhr. Der wichtigste Effekt ist die langfristige Wirkung auf den Stoffwechsel, auf Blutzucker, Blutfette und den Harnsäurespiegel. Damit reduziert sich die Gefahr von Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Infarkt, Schlaganfall und Nierenleiden deutlich.
„Aber eine Tasse Cappuccino kann doch nicht schaden?“ Doch! Erstens weil Kaffee ohnehin ein Genussgift ist. Zweitens weil mit der geschäumten Milch tierisches Eiweiß zugeführt. Das würde den Kurerfolg gefährden. Wer seinen Kreislauf in Schwung bringen will, kann das mit Schwarztee tun. Der Arzt kann zum Süßen dazu auch Honig verordnen.
