Die Ursachen sind eindeutig: Wir essen zuviel vom Falschen – zuviel Süßes, zuviel Fleisch, zuviel tierische Fette und zuwenig frisches Obst, Gemüse und gute Pflanzenfette – und bewegen uns zu wenig. Die tiefere Ursache zur Adipositas liegt aber ganz woanders. Es ist das Convenience-Food. Die Industrie macht es uns so schön bequem. Ihre Produkte schmecken besser (dank vieler Geschmacksverstärker), sind billiger und einfach in der Anwendung. Die permanente Verfügbarkeit hat dazu geführt, dass statt regelmäßigem Essen häufiger kleinere, aber deftige Snacks verzehrt werden. Das Mehr an Kalorien schlägt sich dann in den Fettzellen nieder.
Lebensgewohnheiten umstellen
Wer nur ein paar Kilo zuviel auf den Rippen hat, weiß bereits wie schwer es ist, diese wieder loszuwerden. Meist hilft eine gezielte Diät, um in die zu eng gewordene Lieblingshose wieder reinzupassen. Ganz anders verhält es sich bei Menschen, die adipös sind: Sie müssen langfristig ihre ungesunden Ess- und Lebensgewohnheiten umstellen, um ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren.
Wann ist man adipös?
Mediziner haben den sogenannten Body-Mass-Index (BMI) entwickelt. Dieser gibt einen Überblick über das Verhältnis Gewicht zu Größe und Alter. Daran lässt sich relativ gut ableiten, ob jemand Unter-, Normal- oder Übergewicht hat. » zum BMI-Rechner
Wer seine Adipositas bekämpfen will, hat bereits den ersten Schritt getan: Er ist sich seiner Krankheit bewusst geworden. Nur gute Vorsätze helfen allerdings wenig: Betroffene sollten die Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen und, wenn möglich, die Behandlung mit einer Kur beginnen. Dort werden unter ärztlicher Aufsicht gezielt Reha- und Therapiemaßnahmen eingeleitet, die praxisnah Wissen über die Zusammensetzung gesunder Ernährung vermitteln und eine individuell zugeschnittene Bewegungstherapie starten.
Regelmäßiges Training
Neben einer Diätberatung und einer entsprechenden Verhaltenstherapie ist daher das regelmäßige körperliche Training ein entscheidender Faktor, um das Körpergewicht zu reduzieren beziehungsweise zu stabilisieren. Empfohlen werden daher mindestens fünf Stunden körperliche Bewegung pro Woche zusätzlich zu den bisherigen Aktivitäten.
Bewegung macht Spaß
Art und Intensität der Bewegung sollten unbedingt auf den körperlichen Zustand und die bestehende Erkrankungen des Betroffenen Rücksicht nehmen. Auch Vorlieben und besondere Bedürfnisse für bestimmte Sport- oder Bewegungsarten sind zu berücksichtigen. Ganz entscheidend ist dabei, dass man Spaß an der entsprechenden Bewegung haben sollte, da sie einen künftig regelmäßig begleiten wird. Ausdauersportarten wie Walken, Nordic Walking, Wandern, Joggen, Schwimmen oder Radfahren sind besonders zu empfehlen. Auf sportliche Höchstleistungen kommt es dabei nicht an.
Egal für welche Sportart sich der Betroffene entscheidet – Bewegung tut gut und lässt die Pfunde purzeln:
Schon bei 40 Minuten Rad fahren werden 440 Kilokalorien verbraucht, bei 20 Minuten Schwimmen sind es 90. Eine 45-minütige Wanderung lässt 170 Kilokalorien schmelzen. Der Vorteil dieser Ausdauersportarten liegt auf der Hand: Sie können ohne großen Aufwand und meist auch ohne teures Equipment betrieben werden.
... vielleicht auch eine sinnvolle Urlaubsbeschäftigung?
Bereits bei der nächsten Urlaubsplanung können diese Ausdauersportarten eine Rolle spielen. Denn deutschlandweit werden in allen Ferienregionen, Kur- und Badeorten vielfältige Sportaktivitäten unter fachlicher Anleitung angeboten.
Vom Sauerland bis zur Nordseeküste, von Bayern bis zum Harz - Bewegung an frischer Luft ist nicht nur gesund sondern ein Urlaubsgenuss, der lange anhält.
Falsche Ess- und Trinkgewohnheiten, unregelmäßiges Essen, Stress, mangelnde Bewegung sind meist die Ursache für einen übersäuerten Organismus.
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