Heilklima heißt zunächst einmal, dass etwas nicht da ist, nämlich klimatische Belastungsfaktoren wie z.B. Schwüle. Stattdessen wirken im Heilklima je nach Region Schon- oder Reizfaktoren therapeutisch auf den menschlichen Organismus ein. Heilklima ist also keine Marketingidee, sondern ein Geschenk der Natur. Ein Geschenk freilich, das geschützt werden muss – auch vor neuzeitlichen Belastungsfaktoren wie Smog oder Feinstaub. Aus diesem Grund dürfen sich in Deutschland nur jene Kurorte mit dem Prädikat „heilklimatisch“ schmücken, die ihre Luft rein halten – etwa durch konsequente Verkehrsberuhigung. Der Deutsche Wetterdienst prüft regelmäßig, ob die Luft so champagnerrein und prickelnd ist, wie die strengen Auflagen des Verbandes es erfordern.
Die Steigerung von Heilklima: Premium-Class
Schon jetzt tragen 15 der 56 Orte das zusätzliche Prädikat „Premium-Class“. Sie reduzieren Umweltbelastungen in jedem Bereich, erhalten wertvolle Kulturlandschaften, leisten gehobenen Service rund um den Gast und schnüren besondere Arrangements für einen naturorientierten Gesundheitsurlaub mit dem Schwerpunkt auf Bewegung.
Der therapeutische Wert von Heilklima ist vielfach belegt – und vielfältig. Das Reizklima der Küsten- und Gebirgsregionen stimuliert die Immunabwehr, Regeneration finden geschwächte Patienten dagegen in den niedrigeren Schonlagen. Allergiker suchen pollenfreie Hochgebirgslagen auf, Rheumakranke erholen sich in Regionen mit besonders vielen Sonnenstunden.
Kein Wunder also, dass sich unzählige renommierte Kur- und Fachkliniken in Heilklimatischen Kurorten ansiedeln. Und dass der VHKD den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Sicherung der medizinischen Kompetenz in den einzelnen Orten legt.
Fast jeden Ort umspannt mittlerweile ein Netz an Heilklimawanderwegen, deren klimatischen Wirkweisen je nach Höhenlage und Vegetation dosiert werden können.
Eigens ausgebildete Klimatherapeuten kombinieren hier Schon- und Reizfaktoren mit Bewegung – und zwar für jede Konstitution: sei es zum allmählichen Kräfteaufbau in der Genesungsphase oder zur Steigerung der Fitness bei Gesunden. Auch Spitzensportler trainieren gerne im Heilklima.
Unter Feinstaub versteht man in der Wissenschaft Russpartikel, die so klein sind, dass sie tief in die Atemwege vordringen können. Sie gelten als wesentlich gefährlicher als der auch optisch wahrnehmbare Großstaub. Nicht zuletzt deswegen, weil jener Feinstaub in Kombination mit anderen Schadstoffen die Pollen für Allergiker erst richtig „scharf“ macht, ist er für die Heilklimatischen Kurorte schon seit Jahren ein wichtiges Thema. Messungen auf freiwilliger Basis waren daher stets eine Selbstverständlichkeit. Den Anspruch, weitaus geringer belastet zu sein, als es die strengen Richtlinien der EU erlauben würden, hat man schon eingelöst, bevor es diese Richtlinien überhaupt gab.
Beispielsweise liegt die Belastung in Bad Hindelang/Oberjoch lediglich bei einem Fünftel der erlaubten Langzeitbelastung von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Erreicht wurde dies u.a. durch eine konsequente Verkehrsberuhigung.
Quelle: Nach Informationen vom Verband der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands e.V.
www.heilklima.de
Falsche Ess- und Trinkgewohnheiten, unregelmäßiges Essen, Stress, mangelnde Bewegung sind meist die Ursache für einen übersäuerten Organismus.
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