Burnout

Neue Volkskrankheit: Burnout

'Es fällt mir immer schwerer mich intensiv auf meine Mitmenschen einzustellen.' – 'Ich fühle mich völlig ausgelaugt von meiner Arbeit.' Wenn Sie diese Aussagen über sich selbst treffen können, dann sind Sie vielleicht ein potenzieller Risikopatient für das sogenannte Burnout-Syndrom. Immer mehr Menschen fühlen sich 'ausgebrannt'. Laut Experten leiden in Deutschland circa 10 bis 15 Millionen Menschen unter Burnout. Dennoch brauchen viele Betroffene lange, bis sie sich der Krankheit bewusst sind. Auch viele Ärzte erkennen das Burnout-Syndrom nicht sofort und liefern nicht die nötigen Hilfestellungen. Wir haben für Sie alles Wissenswerte über Burnout zusammengefasst. Finden Sie heraus, ob Sie Burnout-gefährdet sind – und handeln Sie! Die besten Destinationen, um neue Kraft zu schöpfen finden Sie hier. Bitte zögern Sie nicht, einen Experten zu konsultieren, damit Ihr Leben wieder lebenswert ist!


Burnout – was ist das eigentlich genau?

Das Wort 'Burnout' kommt aus dem Englischen und bezeichnet übersetzt 'ausgebrannt sein'. Um das Jahr 1970 tauchte der Begriff erstmals in den USA im Zusammenhang mit Pflegeberufen auf. Jeder kann vom Burnout-Syndrom betroffen sein, oftmals trifft es aber Menschen in sozialen oder helfenden Berufen und Führungskräfte – hier spricht man auch von der sogenannten 'Managerkrankheit'.





Unter Burnout leidende Menschen fühlen sich sehr müde, ausgepowert und kraftlos. Im Gegensatz zu periodischen Schwächezuständen, die situationsbedingt auftreten können, ist Burnout von völliger psychischer und körperlicher Erschöpfung gekennzeichnet. Oftmals gilt Burnout als Folge unserer heutigen Leistungsgesellschaft – Burnout als Krankheit der westlichen, konsumorientierten Welt. Der Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen. Extremes Streben nach Leistung, um hohe Erwartungen zu erfüllen. Als Auslöser kommen Stress, extremer Leistungs- und Termindruck, die Unfähigkeit abzuschalten sowie Angst um den Arbeitsplatz in Frage. Aber auch mangelnde positive Rückmeldungen über Geleistetes kann Burnout mit verursachen.

Das hat Folgen: Ein Burnout-Betroffener baut sein gesamtes Leistungsvermögen stetig ab, Motivation, Gedächtnis, Konzentration und Kreativität sind zunehmend eingeschränkt. Oft stellen sich auch familiäre Probleme ein.

Erkennen und verstehen

Das Burnout-Syndrom ist keine Krankheit, die mit eindeutigen diagnostischen Kriterien belegt ist, sondern vielmehr eine psychische, emotionale und körperliche Erschöpfung. Folgt man allerdings der 'Internationalen Klassifikation der Erkrankungen' (ICD) können folgende Symptome und Kategorien einem Burnout zugeordnet werden:

„Persönliches Burnout“: Emotionale Erschöpfung
• reizbar
• antriebsschwach
• angespannt

„Klientbezogenes Burnout“: Distanz zum Umfeld
• gleichgültig
• zynisch
• distanziert

„Aufgabenbezogenes Burnout“: Erleben von Misserfolg
• erfolgloses und sinnloses Empfinden
• ineffektiv
• hyperaktiv



Vorbeugen hilft

Es ist erstaunlich, wie lange sich viele Menschen ausgebrannt fühlen, ohne die mögliche Gründen zu hinterfragen. Wichtig ist allerdings herauszufinden, welche Bedingungen zur Belastung geführt und welche eigenen Bedürfnisse keine Berücksichtigung gefunden haben. Um einem Burnout wirksam entgegenzuwirken, gilt es demnach herauszufinden, wie sich etwas ändern und persönliche Freiheit wiedererlangen lässt.

Das Verständnis von gesunder Lebensführung ist ein widersprüchliches Phänomen: Auch wenn die Gesundheit das kostbarste Gut darstellt, wird sich in der Realität oftmals gegensätzlich verhalten. Einfache Gesundheitsregeln werden nicht ernst genommen, obwohl bei regelmäßiger Anwendung und Beachtung zu erfolgreichen Ergebnissen führen. Hier 10 Tipps wie Sie einem Burnout effektiv entgegenwirken können:

1. Einsatz: Das Bewusstsein schaffen, dass Burnout jeden treffen kann. Engagement dosieren und Kräfte nachhaltig schonen.

2. Beruf: Keinen Illusionen erliegen – und für sich persönlich klären, ob der jetzige Beruf tatsächlich der richtige ist. Außerdem: Das eigene Selbstbild korrigieren. Gegebenenfalls mit Kollegen klären, ob die eigenen Probleme auch bei anderen auftreten.

3. Ausreichend Schlaf: Oft wird die Schlafphase in der Freizeit unvernünftigerweise verkürzt. Ausreichend Schlaf ist jedoch eine der wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen psycho-physische Mangelerscheinungen.

4. Physikalische Behandlungsmaßnahmen: Hierbei dürfen keine Soforteffekte erwartet werden – auf lange Sicht hingegen sind Massagen, Wechselduschen und Bäder eine gesunde Behandlungsmaßnahme, um psychosomatische Kräfte anzuregen.

5. Körperliche Aktivität: Der Organismus benötigt kein Leistungssport, gefordert sind vielmehr regelmäßige körperliche Aktivitäten, wie z.B. ein täglicher Spaziergang bei Tageslicht, Fahrrad fahren, Schwimmen, Gymnastik oder Gartenarbeit. Aufgrund klimatischer Parameter bieten Wald und Flur heilsame Regeneration.

6. Gesunde Ernährung: Über- und Untergewicht vermeiden! Viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu sich nehmen.

7. Genussmittel reduzieren: Alkohol und Kaffee nur in Maßen, Nikotin ganz meiden.

8. Erlernen von Entspannungstechniken: Yoga, Progressive Muskelrelaxation oder Autogenes Training helfen beim Abschalten.

9. Hobbys: Wichtig ist die Pflege von Freizeitbeschäftigungen außerhalb des Berufs. Ohne Ausgleich gerät man schnell in ein Defizit. Das persönliche Hobby als Regenerationshilfe ist somit eine wirksame Selbstheilungsmaßnahme.

10. Kontakte pflegen: Zwischenmenschliche Beziehungen wirken einem Ausbrennen entgegen.



Hilfe bei Burnout

Oft lässt sich feststellen, dass es kaum eine eindeutige systematische Behandlung des Burnout-Syndroms gibt. Grund hierfür mag die Tatsache sein, dass sich das Burnout-Syndrom mit anderen Krankheitszeichen oder Beschwerden überschneidet, wie beispielsweise Depressionen, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder Angststörungen. Burnout-Profile von beispielsweise Lehrern, Ärzten, Pflegepersonal oder Gefängnisaufseher seien von unterschiedlicher Natur. Auch die Anfälligkeit für das Burnout-Syndrom variiere stark nach Persönlichkeitsprofilen. Am effektivsten ist somit eine individuell angepasste Behandlungsmaßnahme.

Ein Arzt sollte grundsätzlich aufgesucht werden, um eventuelle medizinische Ursachen auszuschließen. Hat man den Eindruck, dass es sich um ein individuelles Problem handelt, sollte ein Psychotherapeut zu Rate gezogen werden.

Zeigen sich erste Symptome eines Burnouts, raten Experten zu drastischen Umstellungen der Lebensgewohnheiten. Dazu können auch ein Wechsel des Arbeitsplatzes oder ein 'Ausstieg auf Zeit' zählen. Darauffolgend sollte eine 'kurative' Behandlung (Maßnahme zur Heilung und Linderung) erfolgen.

Teile einer umfassenden Rehabilitation umfassen unter anderem die Bereiche Psychotherapie, Pläne für richtige Verhaltensweisen und gegen Rückfallgefahr, soziotherapeutische Unterstützung und physikalische Behandlungen wie Massagen oder medizinische Bäder.

Eine Medikation richtet sich natürlich nach Beurteilung des behandelnden Arztes und der Schwere des Krankheitszustandes – manchmal müssen auch Psychopharmaka zum Einsatz kommen, speziell dann, wenn der Patient unter schweren Depressionen leidet. Zunehmend wird aber versucht, mit psychotropen Pflanzenheilmitten wie Hopfen oder Melisse chronischen Erschöpfungs- oder Angstzuständen entgegenzuwirken.



Für ein bisschen Menschlichkeit...

Es heißt, Siege würden in den Köpfen errungen – was im Sport schon lange gilt, hat sich auch in der Wirtschaft bewährt. Eine amerikanische Untersuchung zeigt auf, dass die Unternehmen mit den höchsten Gewinnen weder über eine beherrschende Marktposition, noch über eine einzigartige Technologie verfügen. Stattdessen liegt der gemeinsame Erfolgsfaktor im pfleglichen Umgang mit den Mitarbeitern.

Fazit: Besser den Ursachen entgegenwirken, als Spätfolgen therapieren.



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