Gefahr: Wie verhalte ich mich im Urlaub?

Das EHEC-Virus breitet sich rasant raus. Nicht länger nur in Deutschland, weltweit sind nun Fälle von infizierten Menschen registriert worden. Viele Länder stoppten bereits den Import von deutschem Gemüse, zu groß die Angst vor der teilweise tödlich verlaufenden Erkrankung des gefährlichen Durchfallerregers.

Auch wenn die deutschen Behörden in Brüssel dazu „ermutigt“ worden sind, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbruchsursache der Krankheit festzustellen, bleibt bisweilen Angst und Unsicherheit. Zwar konnte die erste Vermutung, Gurken aus Spanien seine der Auslöser der Infektion, widerlegt werden, dennoch wächst die Befangenheit im Umgang mit Lebensmitteln stetig. Sicher sei, dass der Ausbruch geografisch mit einer Gegend um die Stadt Hamburg verbunden ist, heißt es jüngst in einer Erklärung von Gesundheitsexperten aller 27 EU-Regierungen. Dennoch stellt sich indessen auch für viele Reisende die Frage, ob auch in Urlaubsregionen rund um Deutschland, Österreich und der Schweiz besser auf Obst und Gemüse verzichtet werden soll.


Sowohl daheim als auch im Urlaub sollten Reisende einiges beachten, um das Risiko einer EHEC-Infektion zu minimieren:

• Speziell Rohgemüse wie Salate, Tomaten, Gurken und Auberginen zählen zu den betroffenen Gemüsesorten.

• Nicht vergessen: Nach der Zubereitung und vor dem Verzehr von Essen gründlich die Hände waschen! Eine im Jahr 2010 veröffentlichte Studie belegt: Häufig schlechte Händehygiene trägt zum Ausbruch von EHEC-Infektionen bei.

• Gemüse sollte vor dem Verzehr mindestens 10 Minuten gegart werden, das entspricht etwa einer Temperatur von 70 Grad Celsius. Bei rohem 'Genuss': Jedes Gemüse und Obst gründlich mit warmem Wasser waschen, besser noch schälen.

• Zwar ist Baumobst weniger gefährdet als Bodenfrüchte, dennoch gelten auch hier die gängigen Hygiene-Hinweise für die Küche. Auch Messer und Schneidebrettchen sollten nach dem Benutzen gründlich gereinigt werden.

• Auch wenn der gefährliche EHEC-Erreger bisher nicht in Fleisch nachgewiesen werden konnte, ist es möglich, beim Kochen mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Aus diesem Grund sollte man Fleisch vor dem Verzehr waschen, garen oder gut durchbraten.

• Auf Nummer sicher gehen: Auf Gemüse verzichten, das nicht gegart oder gebraten zubereitet worden ist. Leckerer Tipp: Geschmortes Gemüse wie Zuccini, Karotten, Zuckerschoten etc.

• Weiterhin als unbedenklich eingestuft worden sind Tiefkühlprodukte.

• Nach Kontakt mit Tieren, beispielsweise bei Ferien auf dem Bauernhof oder einem Besuch im Zoo, lautet die oberste Pflicht: Hände gründlich reinigen!



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